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Gute Reise

Gute Reise – auch mit Kindern.

Die Deutschen sind ausgesprochen reisefreudig. Auch Eltern zieht es zusammen mit ihren Sprösslingen in die Ferne. Bei guter Planung sind auch Fernreisen mit Kindern problemlos möglich. Die Pharmazeutische Zeitung informiert zum Thema in der Ausgabe 21/2018:

Sicherer Transport im Flieger:

Auch bei kürzeren Aufenthalten muss für den sicheren Transport des  Kindes gesorgt  werden. Babykörbchen können bei den Fluggesellschaften bestellt werden, stehen aber nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Größere Kinder sitzen im Flugzeug normalerweise auf dem Schoß eines Elternteils, gesichert mit einem sogenannten Loopbelt.  Dieser gilt jedoch  als unsicher. Höhere Sicherheit bieten z.B. das Cares-Kinderrückhaltesystem oder der Autositz – den man im Reiseland womöglich ohnehin für Fahrten im Leihwagen, Taxi oder in öffentlichen Verkehrsmitteln benötigt.

Pausen berücksichtigen:

Im Vergleich  zu Erwachsenen haben  Kinder ein höheres  Schlaf- und Ruhebedürfnis: Bei Zweijährigen beträgt das Schlafbedürfnis 13 plus/minus 3 Stunden und bei Zehnjährigen immerhin noch 10 plus/minus 2 Stunden.

Hoher Bewegungsdrang:

Klären Sie bereits vor der Reise die Fragen: „Wie beschäftige ich mein Kind? Wie mache ich die Umgebung vor Ort sicher?“ sollten sich Eltern daher bereits vor der Reise stellen. So haben Kinder ein anderes Risikoverhalten. Das gilt auch speziell für das oftmals hemmungslose Zugehen auf Tiere.

So wird für bestimmte Länder zur Tollwutprophylaxe geraten. Auch die meisten anderen Reiseimpfungen sind bei Kindern ab einem Jahr einsetzbar.

Durchfallerkrankungen treten auf Reisen häufig auf:

Bei den Reiseinfektionen steht der Durchfall an erster Stelle, gefolgt von Hauterkrankungen und Fieber. Atemwegserkrankungen sind seltener. Die Häufigkeiten unterscheiden sich je nach Alter: Bei Kindern unter einem Jahr bis Fünfjährigen steht der Durchfall im Vordergrund, bei Sieben- bis Elfjährigen eher Hauterkrankungen und bei Jugendlichen dann fieberhafte Erkrankungen.

Für Kinder  mit  Durchfall  werden heute keine speziellen  Diäten oder  Nahrungspausen mehr empfohlen. Es ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und bei Fieber, blutigen Stühlen oder schweren Verläufen ist ärztlicher Rat nötig.

Sonnenschutz:

Eine Selbstverständlichkeit bei Reisen in heiße Länder ist der passende Sonnenschutz. Kinder haben weniger Melanin, eine dünnere Hornschicht und eine größere Körperoberfläche. Oft sorgt der Bewegungsdrang dafür, dass sie sich nicht nur im Schatten aufhalten und viel im Wasser sind, deswegen sind eine wasserfeste Sonnencreme sowie regelmäßiges Nachcremen Pflicht. Als Grund­regel für die Vermeidung von Sonnenbrand gelte nach wie vor, zumindest die Mittagssonne zu meiden: „Von elf bis drei sonnenfrei.“

 

Blutdruck messen

Blutdruck richtig messen!

Fast jeder Dritte ist in Deutschland von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) betroffen. Bluthochdruck ist gut behandelbar. Unbehandelt kann er zu schweren Folgeerkrankungen führen. Denn er ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist damit für viele Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Um diesen Gefahren vorzubeugen, sollten Betroffene den erhöhten Blutdruck ernst nehmen.

Meist entwickelt sich Bluthochdruck im Verborgenen, ohne dass die Betroffenen es merken. Darum ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig beim Arzt kontrollieren zu lassen. Wer an Bluthochdruck erkrankt ist, sollte den Blutdruck auch zu Hause kontrollieren.

Blutdruckwerte:

Bei der Blutdruckmessung werden immer zwei Werte angegeben, zum Beispiel 120 zu 80. Die Einheit ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Der höhere, zuerst genannte Wert ist der sogenannte systolische Blutdruck. Er wird gemessen, während das Herz Blut in die Schlagadern drückt. Der niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck, wenn sich die Herzkammern entspannen und füllen.

Bluthochdruck liegt vor, wenn wiederholt Blutdruckwerte von 140/90 mm Hg oder höher durch einen Arzt zu mindestens zwei verschiedenen Zeitpunkten gemessen werden (sogenannte „Praxismessung“). Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Die von Ihnen zu Hause gemessenen Blutdruckwerte sollten unter 135/85 mm Hg liegen.

Bitte beachten Sie bei der Messung folgende Regeln:

  • Immer zur gleichen Zeit morgens und abends messen. Morgens vor der Einnahme blutdrucksenkender Mittel messen, damit auch der Blutdruck in den frühen Morgenstunden erfasst wird.
  • Vor der Messung fünf Minuten zur Ruhe kommen. Körperliche Aktivitäten vor der Messung vermeiden, ansonsten die Entspannungsphase verlängern.
  • Falls möglich, entspannt auf einem Stuhl sitzend an die Stuhllehne angelehnt messen. Den zu messenden Arm auf den Tisch legen. Die Füße nebeneinander aufstellen. Dadurch vermeiden Sie die Anspannung Ihrer Muskulatur. Beim Messen nicht bewegen, nicht reden oder durch Musik bzw. Nachrichten ablenken lassen.
  • Die Blutdruckmanschette muss sich auf Herzhöhe befinden. Darauf sollte vor allem bei Handgelenksgeräten geachtet werden. Die Manschette der Oberarmgeräte liegt in der Regel bereits automatisch auf Herzhöhe, wenn der Unterarm auch auf dem Tisch abgelegt ist.
  • Die Messergebnisse sollten mit Datum und Uhrzeit im Blutdruckpass dokumentiert werden, falls kein digitaler Datenspeicher vorhanden ist. Das stellt sicher, dass der Arzt sich schnell einen Überblick über Ihre Werte machen kann.
  • Anfänglich sollte Ihr Blutdruck an beiden Armen gemessen werden. Das sollte Ihr behandelnder Arzt machen. Differenzen bis 10 mmHg sind bedeutungslos. Größere Abweichungen können zahlreiche verschiedene Ursachen haben, die vom Arzt abzuklären sind. Der Blutdruck ist danach immer an dem anfänglich bestimmten Arm (im Zweifelsfall immer die Seite, an der höhere Werte gemessen wurden) zu messen.

Quelle und weitere Informationen hier: https://www.hochdruckliga.de

Blutzuckermessung

Wie Sie Blutzucker richtig messen.

Für Diabetes-Kranke ist es unerlässlich, den Blutzucker regelmäßig zu messen.

Was ist dabei zu beachten?

  • Benutzen Sie die Lanzetten nur einmal, denn sie werden schnell stumpf und verletzen die Haut bei mehrmaligem Gebrauch zusätzlich. Außerdem besteht dann die Gefahr einer Infektion.
  • Waschen Sie vor der Messung die Hände mit warmem Wasser und massieren Sie die Finger, um die Durchblutung vor dem Stechen zu fördern.
  • Für die Messung sollten die Hände sauber und trocken sein. Sind die Finger feucht, verdünnt sich die Blutprobe und führt zu einem erniedrigten Messwert. Zuckerreste an den Fingern können zu falsch erhöhten Werten führen.
  • Wechseln Sie die Entnahmestellen regelmäßig und stechen Sie so tief, dass Sie einen Blutstropfen gewinnen können. Bereits der erste Blutstropfen darf zur Messung verwendet werden, wenn die Stelle gereinigt und trocken ist.
  • Ein leichtes Ausstreichen der Finger verfälscht das Messergebnis nicht. Pressen Sie jedoch die Fingerspitze nicht zu stark, denn sonst wird die Blutprobe durch Gewebewasser verdünnt und es werden zu niedrige Werte gemessen.
  • Nach der Messung sollten Sie das Verschmutzen der Einstichstelle, zum Beispiel durch Haus- oder Gartenarbeit vermeiden.
  • Benutzen Sie zum Händewaschen eine milde Seife und cremen Sie die Hände regelmäßig ein, damit die Haut nicht austrocknet. Jedoch sollte nicht unmittelbar vor der Messung gecremt werden, da sonst das Messergebnis verfälscht werden.
  • Diabetiker mit Sensibilitätsstörungen können Stechsysteme verwenden, die die Lanzette automatisch auswerfen.
  • Bewahren Sie die Blutzucker-Teststreifen immer in der verschlossenen Verpackung auf, und vermeiden Sie starke Temperaturunterschiede zwischen Teststreifen und Gerät sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit – dies verringert die Messgenauigkeit.
  • Achten Sie auf das Verfallsdatum der Teststreifen. Meist dürfen Teststreifen nach Anbruch der Packung nur noch 6 Monate verwendet werden.

Wann und wie oft sollten Sie Ihren Blutzucker messen?

In der Regel messen Sie den Blutzucker vor dem Essen, denn Ihre Blutzucker-Zielwerte beziehen sich üblicherweise auf den Nüchtern-Blutzucker. Bei Verdacht auf Regulationsstörungen des Blutzuckers nach einer Mahlzeit oder bei Einnahme bestimmter Medikamente können allerdings auch Messungen nach dem Essen notwendig werden. Wie häufig Sie Ihren Blutzucker messen sollten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und unter anderem von Ihrer Medikamenteneinnahme abhängig. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, wann und wie oft Sie messen sollten, um Ihren Blutzucker möglichst gut zu kontrollieren.

Persönliche Fragen zu Ihrer Blutzuckermessung und dem Gerät klären wir gerne beim Besuch der BÄREN-APOTHEKE.