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Blutdruck messen

Blutdruck richtig messen!

Fast jeder Dritte ist in Deutschland von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) betroffen. Bluthochdruck ist gut behandelbar. Unbehandelt kann er zu schweren Folgeerkrankungen führen. Denn er ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist damit für viele Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Um diesen Gefahren vorzubeugen, sollten Betroffene den erhöhten Blutdruck ernst nehmen.

Meist entwickelt sich Bluthochdruck im Verborgenen, ohne dass die Betroffenen es merken. Darum ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig beim Arzt kontrollieren zu lassen. Wer an Bluthochdruck erkrankt ist, sollte den Blutdruck auch zu Hause kontrollieren.

Blutdruckwerte:

Bei der Blutdruckmessung werden immer zwei Werte angegeben, zum Beispiel 120 zu 80. Die Einheit ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Der höhere, zuerst genannte Wert ist der sogenannte systolische Blutdruck. Er wird gemessen, während das Herz Blut in die Schlagadern drückt. Der niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck, wenn sich die Herzkammern entspannen und füllen.

Bluthochdruck liegt vor, wenn wiederholt Blutdruckwerte von 140/90 mm Hg oder höher durch einen Arzt zu mindestens zwei verschiedenen Zeitpunkten gemessen werden (sogenannte „Praxismessung“). Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Die von Ihnen zu Hause gemessenen Blutdruckwerte sollten unter 135/85 mm Hg liegen.

Bitte beachten Sie bei der Messung folgende Regeln:

  • Immer zur gleichen Zeit morgens und abends messen. Morgens vor der Einnahme blutdrucksenkender Mittel messen, damit auch der Blutdruck in den frühen Morgenstunden erfasst wird.
  • Vor der Messung fünf Minuten zur Ruhe kommen. Körperliche Aktivitäten vor der Messung vermeiden, ansonsten die Entspannungsphase verlängern.
  • Falls möglich, entspannt auf einem Stuhl sitzend an die Stuhllehne angelehnt messen. Den zu messenden Arm auf den Tisch legen. Die Füße nebeneinander aufstellen. Dadurch vermeiden Sie die Anspannung Ihrer Muskulatur. Beim Messen nicht bewegen, nicht reden oder durch Musik bzw. Nachrichten ablenken lassen.
  • Die Blutdruckmanschette muss sich auf Herzhöhe befinden. Darauf sollte vor allem bei Handgelenksgeräten geachtet werden. Die Manschette der Oberarmgeräte liegt in der Regel bereits automatisch auf Herzhöhe, wenn der Unterarm auch auf dem Tisch abgelegt ist.
  • Die Messergebnisse sollten mit Datum und Uhrzeit im Blutdruckpass dokumentiert werden, falls kein digitaler Datenspeicher vorhanden ist. Das stellt sicher, dass der Arzt sich schnell einen Überblick über Ihre Werte machen kann.
  • Anfänglich sollte Ihr Blutdruck an beiden Armen gemessen werden. Das sollte Ihr behandelnder Arzt machen. Differenzen bis 10 mmHg sind bedeutungslos. Größere Abweichungen können zahlreiche verschiedene Ursachen haben, die vom Arzt abzuklären sind. Der Blutdruck ist danach immer an dem anfänglich bestimmten Arm (im Zweifelsfall immer die Seite, an der höhere Werte gemessen wurden) zu messen.

Quelle und weitere Informationen hier: https://www.hochdruckliga.de

Blutzuckermessung

Wie Sie Blutzucker richtig messen.

Für Diabetes-Kranke ist es unerlässlich, den Blutzucker regelmäßig zu messen.

Was ist dabei zu beachten?

  • Benutzen Sie die Lanzetten nur einmal, denn sie werden schnell stumpf und verletzen die Haut bei mehrmaligem Gebrauch zusätzlich. Außerdem besteht dann die Gefahr einer Infektion.
  • Waschen Sie vor der Messung die Hände mit warmem Wasser und massieren Sie die Finger, um die Durchblutung vor dem Stechen zu fördern.
  • Für die Messung sollten die Hände sauber und trocken sein. Sind die Finger feucht, verdünnt sich die Blutprobe und führt zu einem erniedrigten Messwert. Zuckerreste an den Fingern können zu falsch erhöhten Werten führen.
  • Wechseln Sie die Entnahmestellen regelmäßig und stechen Sie so tief, dass Sie einen Blutstropfen gewinnen können. Bereits der erste Blutstropfen darf zur Messung verwendet werden, wenn die Stelle gereinigt und trocken ist.
  • Ein leichtes Ausstreichen der Finger verfälscht das Messergebnis nicht. Pressen Sie jedoch die Fingerspitze nicht zu stark, denn sonst wird die Blutprobe durch Gewebewasser verdünnt und es werden zu niedrige Werte gemessen.
  • Nach der Messung sollten Sie das Verschmutzen der Einstichstelle, zum Beispiel durch Haus- oder Gartenarbeit vermeiden.
  • Benutzen Sie zum Händewaschen eine milde Seife und cremen Sie die Hände regelmäßig ein, damit die Haut nicht austrocknet. Jedoch sollte nicht unmittelbar vor der Messung gecremt werden, da sonst das Messergebnis verfälscht werden.
  • Diabetiker mit Sensibilitätsstörungen können Stechsysteme verwenden, die die Lanzette automatisch auswerfen.
  • Bewahren Sie die Blutzucker-Teststreifen immer in der verschlossenen Verpackung auf, und vermeiden Sie starke Temperaturunterschiede zwischen Teststreifen und Gerät sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit – dies verringert die Messgenauigkeit.
  • Achten Sie auf das Verfallsdatum der Teststreifen. Meist dürfen Teststreifen nach Anbruch der Packung nur noch 6 Monate verwendet werden.

Wann und wie oft sollten Sie Ihren Blutzucker messen?

In der Regel messen Sie den Blutzucker vor dem Essen, denn Ihre Blutzucker-Zielwerte beziehen sich üblicherweise auf den Nüchtern-Blutzucker. Bei Verdacht auf Regulationsstörungen des Blutzuckers nach einer Mahlzeit oder bei Einnahme bestimmter Medikamente können allerdings auch Messungen nach dem Essen notwendig werden. Wie häufig Sie Ihren Blutzucker messen sollten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und unter anderem von Ihrer Medikamenteneinnahme abhängig. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, wann und wie oft Sie messen sollten, um Ihren Blutzucker möglichst gut zu kontrollieren.

Persönliche Fragen zu Ihrer Blutzuckermessung und dem Gerät klären wir gerne beim Besuch der BÄREN-APOTHEKE.

 

Laktoseintoleranz

Laktoseunverträglichkeit

Mit Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) wird eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bezeichnet. Laktose (Milchzucker) ist ein natürlicher Bestandteil von Milch und befindet sich in sehr vielen Lebensmitteln, z. B. Milch, Buttermilch, Joghurt, Käse, Sahne, Quark, Latte Macchiato, Eis etc. Auch Produkte, von denen man es nicht erwartet, können Laktose enthalten, z. B. Fertiggerichte, Brot, Wurstwaren oder sogar Arzneimittel. Nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten treten bei Betroffenen oft Blähungen und Verdauungsbeschwerden auf. Allein in Deutschland hat jeder Sechste eine Laktose-Intoleranz.

Bei entsprechender Unverträglichkeit kann die in Milchprodukten vorhandene Laktose nicht oder nur teilweise verdaut werden. Das liegt an einer verminderten oder fehlenden Produktion des Enzyms Laktase. Dieses Verdauungsenzym spaltet die Laktose normalerweise in ihre verdaulichen Bestandteile. Geschieht dies nicht, gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm. Dort wird sie von Darmbakterien vergärt. Es entstehen unter anderem Methan und Kohlendioxid, die nach dem Genuss von laktose-haltigen Produkten die typischen Befindlichkeitsstörungen wie Blähungen und Verdauungsbeschwerden auslösen.

Welche Formen gibt es?

  • Der primäre Laktase-Mangel stellt die häufigste Form der Laktose-Intoleranz dar. Man versteht darunter die natürliche Form der Milchzuckerunverträglichkeit, die einen Großteil der Weltbevölkerung im Erwachsenenalter betrifft. Die Laktase-Produktion nimmt bei den meisten Menschen mit zunehmendem Alter genetisch bedingt ab. Bei Neugeborenen ist die Laktase-Aktivität im Körper am höchsten – ca. 10x so hoch wie bei Erwachsenen. Danach sinkt sie stetig. Es ist also eigentlich vollkommen normal, im Laufe seines Lebens eine Laktose-Intoleranz zu entwickeln.
  • Der sekundäre Laktase-Mangel liegt bei einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut und damit der laktase-produzierenden Zellen vor. Die sekundäre oder „erworbene“ Laktose-Intoleranz ist also nicht genetisch bedingt. Mögliche Ursachen können Infektionen des Dünndarms, eine Darmoperation oder z.B. die Einnahme von Antibiotika über einen längeren Zeitraum sein.
  • Beim angeborenen Laktase-Mangel handelt es sich um einen sehr seltenen Gendefekt. Schon im Säuglingsalter produziert der Körper nur sehr geringe Mengen oder gar keine Laktase im Dünndarm.

Wie testen?

  • Beim Diättest verzichten Sie mehrere Tage konsequent auf alle Produkte, die Laktose enthalten. Beobachten Sie dabei das Verschwinden Ihrer typischen Befindlichkeitsstörungen, kann eine Laktose-Intoleranz vorliegen.
  • Beim Expositionstest wird morgens auf leeren Magen ein Glas Milch getrunken. Treten innerhalb von einigen Minuten bis Stunden die typischen Befindlichkeitsstörungen auf, kann eine Laktose-Intoleranz vorliegen.
  • Beim Blutzucker-Test werden unter ärztlicher Aufsicht 50 g in Wasser gelöste Laktose getrunken. Im Abstand von jeweils 30 Minuten werden 6 Blutproben genommen. Die Laborauswertung zeigt an, ob der Milchzucker in Glukose und Galaktose gespalten wird und sich der Blutzuckerspiegel erhöht.
  • Beim Gentest wird vom Arzt z.B. ein Wangenabstrich gemacht oder Blut abgenommen. Mit diesem Test kann eine sekundäre Laktose-Intoleranz allerdings nicht nachgewiesen werden.

Hier geht’s zu einem interessanten Fernsehbeitrag zum Thema.