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Barfuß laufen ist gesund

Barfuß laufen ist gesund und tut gut!

Wer von uns läuft heute noch barfuß? Meistens stecken unsere Füße im Schuhwerk.
Barfuß auf einer Wiese oder einem weichen Waldboden laufen – für unsere Füße gibt es nichts Besseres.

Die Füße bestehen – neben Knochen und Sehnen – aus vielen Rezeptoren und zahlreichen kleinen Muskeln. Sie nehmen den Untergrund präzise wahr, bemerken schiefes Auftreten sofort und gleichen die Bewegung direkt aus. Daher ist es fast unmöglich, barfuß umzuknicken. Wenn wir Schuhe tragen, wird dieser Mechanismus beeinträchtigt. Denn diese passen sich nur selten dem Fuß an und verhindern das natürliche Abrollen. Die Muskeln werden so kaum trainiert. Bänder und Sehnen bilden sich zurück. Die Folge: Viele Menschen kämpfen mit orthopädischen Problemen wie zum Beispiel Knick-, Senk- oder Spreizfüßen.
Wer jedoch regelmäßig barfuß läuft, kann das verhindern. Der Gang ohne Schuhe kräftigt Bänder und Muskeln. Dadurch wird das Fußgelenk stabiler, Verletzungen seltener.
Am besten läuft man zuerst nur kurze Zeiträume barfuß – zum Beispiel eine Stunde pro Tag. Wer zu schnell zu lange ohne Schuhe geht, riskiert Überlastungsschäden. Der Fuß sollte sich langsam an die neue Anstrengung gewöhnen. Und zu Beginn laufen wir besser auf weichen Böden – zum Beispiel Rasen oder Sand.

Speziell für Kinder ist Barfußlaufen wichtig, um die Fußmuskulatur zu stärken und die korrekte Zehenstellung zu erhalten. Nur die wenigstens Kinder kommen schon mit orthopädischen Fehlstellungen auf die Welt. Die Probleme entwickeln sich erst später – was sich durch Barfußlaufen aber in den meisten Fällen vermeiden lässt.

Kennen Sie Barfußpfade?
Das sind speziell angelegte Wege mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten – beispielsweise mit flachen Steinen, großen Kieseln, feinen Kieseln, Sand, Lehm oder Holz. Oft ist auch ein Abschnitt dabei, in dem die Besucher durch flaches Wasser gehen können.
Laufen auf einem Barfußpfad ist ein Erlebnis für Körper und Geist. Durch das Laufen auf den verschiedenen Untergründen wird zum einen die Fußmuskulatur trainiert, zum anderen wirkt ein solcher Besuch entspannend und befreiend.
Eine Übersicht zu den Barfußpfaden in Deutschland finden Sie hier.
http://www.barfusspark.info/

Was beim Niesen passiert

Was beim Niesen passiert:

In der Regel ist Niesen ein harmloser Schutzreflex und nicht immer muss ein ansteckender Infekt der Auslöser sein. Meist ist es eine Reaktion auf Reizungen der oberen Atemwege, in der Regel der Nasenhöhlen.

Werden die Schleimhäute durch Duftstoffe, Pollen, Staub oder auch Krankheitserreger gereizt, dann setzt diese Reizung eine Kette von Signalen in Gang, die das Gehirn empfängt. Bei ausreichender Anzahl solcher Signale sendet das Gehirn den Befehl zum Niesen.
Dann schließen wir meist die Augen, atmen tief ein und pressen explosionsartig Luft durch Mund und Nase. Nasensekret und etwaige Reizstoffe werden herausgeschleudert – mit bis zu 160 Stundenkilometern. Der Druck in der Nasenhöhle steigt dabei kurzzeitig an.
Der Körper entlädt beim Niesen eine wirbelnde Wolke aus kleineren und größeren Tröpfchen, die sich in der Umgebung verteilen. Die Tröpfchen fliegen dabei bis zu zweieinhalb Meter weit! Bei einem Atemwegsinfekt verteilen sich pro Nieser Tausende von Tröpfchen.

Um störende Partikel loszuwerden, reicht ein einzelner Nieser oft nicht aus. Häufig niesen wir deshalb gleich mehrfach hintereinander.

Niesen ist ein Signal für die Putzkolonne in der Nasenschleimhaut. Dort sitzen zwischen den Schleimhautzellen verteilt haarähnliche Zellen: die sogenannten Zilien. Sie bilden eine Art langflorigen Teppich, der ständig in Bewegung ist. Er soll Eindringlinge oder schädliche Partikel bemerken und aus der Nase heraustransportieren. Normalweise bewegen sich die Zilien der Nasenschleimhaut nur langsam, aber durch das Niesen werden die aktiv und schlagen in Höchstgeschwindigkeit. Das unterstützt den Rauspusten der Fremdkörper.
Wirksam unterdrücken lässt sich ein Niesreiz kaum.

Kleiner Tipp:
Das Niesen lässt sich etwas hinauszögern, indem man beim ersten Kribbeln – also noch vor dem Luftholen – die Finger auf die Nasenwurzel drückt (dabei aber nicht die Nase zuhält) oder die Zunge gegen den Gaumen presst.

Hände gründlich waschen

Seife und Desinfektionsmittel strapazieren die Hände.
Die brauchen gerade jetzt besondere Pflege!

Regelmäßig Händewaschen, die Hände von allen Seiten für mindestens 20 Sekunden einseifen, abspülen und danach gut abtrocknen: Das ist der beste Schutz gegen Infektionskrankheiten wie Erkältung, Grippe und vor allem auch das aktuelle Coronavirus.

Kommen dann noch Desinfektionsmittel hinzu, kann das zu Reizungen führen, denn Wasser, Seifen und Desinfektionsmittel weichen die Schutzschicht der Haut auf und greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Sie wird dadurch spröde und trocken – vor allem an den Fingerknöcheln.

Die Haut der Hände ist extrem dünn. Auf dem Handrücken ist sie fast so fein wie die Gesichtshaut – mit nur wenig Fettgewebe und einer geringen Zahl an Talgdrüsen. Die Handinnenflächen besitzen gar keine Talgdrüsen. Dieser Mangel an Talgdrüsen lässt die Hände austrocknen, denn sie tragen dazu bei, die Feuchtigkeit in der Haut zu binden.

Bevorzugen Sie deshalb zum Händewaschen milde, pH-neutrale (Werte zwischen 5,4 und 5,6) Flüssigseifen.

Der beste Schutz vor trockenen und beanspruchten Händen ist das sorgfältige Eincremen nach jedem Händewaschen und zwischendurch. Das Eincremen unterstützt die Regeneration der Haut. Zum Eincremen sollte eine möglichst fette Salbe verwendet werden, die gut einzieht. Geeignet sind z.B. fetthaltige Cremen mit Nachtkerzenöl, Sheabutter oder Olivenöl.

Wer Desinfektionsmittel benutzt und die Hautirritation möglichst gering halten möchte, sollte die sogenannte „Fünfer-Regel“ beachten: einmal Desinfizieren, fünf Mal eincremen.
Statt zu viel Salbe auf einmal sollte die Haut möglichst oft behandelt und die Salbe dabei dünn aufgetragen werden. Das sorgt dafür, dass die Inhaltsstoffe optimal einziehen können.

Wenn die Hände besonders trockene Stellen aufweisen, sind nachfettende Cremen mit z.B. Urea (Harnstoff) empfehlenswert. Urea bindet Wasser und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. Harnstoff hilft den Zellen, sich zu verbinden. Trockene Haut wird auf diese Weise von innen mit Feuchtigkeit versorgt. Salben mit fünf bis zehn Prozent Urea-Anteil helfen der Haut wieder in Balance zu kommen.
Cremen mit Panthenol werden außerdem für die Wundheilung eingesetzt, falls es zu offenen Stellen kommt. Auch Cremen mit Zinkoxid haben eine wundheilende Wirkung, allerdings trocknen sie leicht aus. Danach sind also auch fett- und ureahaltige Pflegecremen zu verwenden.

Als zusätzliche Intensivbehandlung hat sich ein mehrere Minuten dauerndes Handbad in warmem Olivenöl bewährt. Wer lieber die volle Packung mag, trägt Handcreme messerdick auf die Haut auf, zieht dünne Baumwollhandschuhe drüber und lässt dies als Handmaske über Nacht einwirken.