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Quälender Erkältungshusten?

Erkältungszeit! Wer kennt nicht die üblichen Symptome: Oft beginnt es mit Halsschmerzen, gefolgt vom Schnupfen eventuell mit Gliederschmerzen, Heiserkeit und zum Schluss wird gehustet. Bei quälendem Husten brauchen die Atemwege Entlastung.

Beim Erkältungshusten wird üblicherweise zwischen trockenem festsitzendem Reizhusten ohne Schleimbildung und produktivem Husten mit Schleimbildung und Auswurf unterschieden.
Gegen trockenen Reizhusten helfen Expektoranzien (Hustenlöser, z.B. mit dem Wirkstoff Ambroxol). Der Wirkstoff fördert die Sekretion der Bronchialfüssigkeit bzw. senkt die Viskosität (Zähflüssigkeit) des verfestigten Bronchialschleims. Der Auswurf durch das Abhusten wird gefördert. Antitussiva hingegen werden bei produktivem Husten eingenommen; das sind Medikamente, die den Hustenreiz dämpfen (Hustenstiller, z.B. mit dem Wirkstoff Dextromethorphan).

Doch welchen Husten habe ich? In vielen Fällen sind Betroffene mit der Frage nach der betreffenden Hustenart überfordert: „Mal so, mal so eben“ möchte man antworten.
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (Quelle Pharmazeutische Zeitung vom 10.11.2022) weist darauf hin, dass die Grenzen zwischen den beiden Hustenarten fließend sind und sich im Verlauf eines Infekts ändern können. Liegt z.B. auch nachts ein quälender Reizhusten vor, sodass der Schlaf empfindlich gestört ist, so empfiehlt die aktuelle Leitlinie die zeitlich versetzte Kombination aus Expektorantien (Hustenlöser) am Tag und Antitussiva (Hustenblocker) zur Nacht.

Beim Erkältungshusten sind pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka) eine bewährte Alternative mit vielseitiger Therapieoption. Dabei handelt es sich um Vielstoffgemische, die nicht streng als Hustenstiller oder Hustenlöser zu klassifizieren sind. Die Wirksamkeit ist in zahlreichen Studien belegt. Zum Einsatz kommen z.B. Zubereitungen aus Myrtol, Cineol, Efeu, Thymian, Primel und Kapland-Pelargonie.

Sollte der Husten länger als 2 Wochen anhalten, ist eine ärztliche Untersuchung anzuraten.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes neues Jahr 2023!

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Stille Momente einplanen.

Einfach mal nichts tun, nichts sehen, nichts hören?
Von wegen einfach! Nur ruhen, ohne zu reden, ohne zu lesen oder fernzusehen oder akustisch berieselt zu werden? Das fällt uns schwer, denn unsere Ohren werden im Alltag dauernd beschallt und auch unsere Augen kommen kaum zur Ruhe. Meistens erleben wir Reizüberflutung und zu wenig Entspannung!
Dabei braucht unser Gehirn Pausen, denn wenn es mit Aufgaben überflutet wird, schüttet das Gehirn Stresshormone aus und ist überfordert. Symptomatisch sind dann z.B. nachlassende Konzentrationsfähigkeit, Magendruck, Nacken- und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Körper und Geist reagieren erschöpft. Bereits kleine alltägliche Erledigungen fallen dann schwer.
Heute ist es im Alltag – ob beruflich oder privat – immer wichtiger, ruhige Momente einzuplanen: Die Medizin weiß schon lange, dass sich Stille positiv auf den Körper auswirkt. Der Blutdruck sinkt, die Muskeln entspannen sich, das Wachstum der Nervenzellen wird gefördert.

Mit diesen beiden klassischen Atemübungen gelingt es Ihnen auch mitten im Alltag, schnell zu entspannen und Stress abzubauen:
1. Atemzüge beim Ein- und Ausatmen zählen
Dabei geht es um das gleichmäßige rhythmische Atmen. Beispielsweise fünf Sekunden lang ein- und fünf Sekunden lang ausatmen. Das Einatmen sollte durch die Nase erfolgen, das Ausatmen durch den Mund. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass Sie einen wohltuenden Geruch aufsaugen, der dann Ihren ganzen Körper durchströmt. Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch, atmen Sie tief in den Bauch hinein und nehmen Sie diese Atmung wahr. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, wie Sie eine Kerze ausblasen.
2. Länger ausatmen
Zählen Sie beim Ein- und Ausatmen langsam bis 4. Das nächste Ausatmen verlängern Sie bis 5, dann bis 6, bis 7 und bis 8. Sie werden merken, wie das ungemein entspannt und neue Energie verleiht.

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Unterstützung für das Immunsystem

Der Sonnenhut (Echinacea) ist nicht nur schön im Garten anzusehen, er findet auch in der Pflanzenheilkunde Beachtung.
Die prägnante, zapfenförmig-stachelige Mitte seiner Blütenköpfe setzt sich aus zahlreichen kleinen Röhrenblüten zusammen. Sie prägt seinen botanischen Namen „Echinacea“, aus dem Griechischen „echinos“ (Igel) oder „Echinoidea“ (Seeigel). Aus ihr entspringen strahlenförmig schmale pink-violette Zungenblüten. Die bis zu einen Meter hohe Staude gehört damit zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Ihre botanischen Wurzeln liegen in den heiß-trockenen Prärien Nordamerikas. Bereits die indianischen Ureinwohner nutzten den Sonnenhut als Allheilmittel gegen Wunden, Verbrennungen, Mumps, Zahnschmerzen, Erkältungen, Magenkrämpfe, Kopfschmerzen und Schlangenbisse.
Heute gelten die Pflanzenauszüge als immunstärkend und heilungsfördernd. Sie aktivieren das Immunsystem und dienen z.B. der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungsleiden.
Werden die Zubereitungen der Heilpflanze gleich bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts eingenommen, so verlaufen die typischen Beschwerden meist milder und der Infekt verschwindet schneller wieder.

Bitte beachten:
Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, sollte Sonnenhut nicht anwenden, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann.
Sonnenhutpräparate sollten nicht länger als zehn Tage angewendet werden. Hält eine Erkältung länger an oder leiden Sie an häufig wiederkehrenden Infekten, so sollten Sie mit dem Arzt darüber reden.

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Zu viel Luft im Darm?

„Darmwinde“, Blähungen (lat. Flatulenz, flatus = Wind) sind völlig normal. Ca. 15-mal am Tag gehen beim Menschen Winde ab. Bei der Verdauung entstehen im Darm Gase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserstoff, die größtenteils von Blutgefäßen in der Darmwand aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet werden. Ein weiterer Teil entweicht durch den After: Wir pupsen.
Wenn zu viele Gase aus dem Darm ins Freie gelangen, dann ist von Blähungen die Rede. Je mehr Darmgase vorhanden sind, desto mehr dehnen sich die Darmwände – was durchaus schmerzhaft sein kann. Wir empfinden den Geruch und geräuschvollen Abgang als unangenehm.
Je nach Ursache können Blähungen mit weiteren Symptomen wie Durchfall, Bauchkrämpfe, Verstopfung, Völlegefühl, Darmgeräusche oder ungewollten Abgang von Stuhl einhergehen.

Tipps zur Selbsthilfe:

  • Essen Sie langsam und mit Genuss. Wer hastig isst, schluckt vermehrt Luft, was Blähungen begünstigt.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten sind verträglicher als drei große. Dadurch wird die Verdauung weniger belastet.
  • Reduzieren Sie möglichst den Verzehr blähender Lebensmittel wie z.B. Hülsenfrüchte, ofenfrisches Brot, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch, fettes Fleisch und fette Wurstwaren, Käse mit über 45% Fett, Vollmilch.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, denn Bewegung regt die Verdauung und die Durchblutung an. Gase können dann leichter aus dem Darm resorbiert oder durch Darmwinde abgegeben werden.
  • Auch Stress und Hektik können zu Blähungen führen. Gezielte Entspannung – z.B. durch ein ausgleichendes Hobby – beugt immer wiederkehrenden Blähungen vor.
  • Wärme lindert die Beschwerden und besänftigt mögliche Bauchschmerzen.
  • Im Uhrzeigersinn kreisende Massagen des Bauchs helfen beim Abtransport der überschüssigen Luft aus dem Darm.
  • Arzneitees mit z.B. Fenchel, Anis, Kümmel, Pfefferminz sind bekannt für ihre entkrampfende und entblähende Wirkung.

In der Apotheke gibt es rezeptfreie Arzneimittel mit z.B. entschäumender und entkrampfender Wirkung, die zuverlässig helfen. Sprechen Sie uns an. Wir wissen, was hilft.
Halten Blähungen länger an oder gehen sie mit weiteren Beschwerden einher, so sollten Sie Ihren Arzt hinzuziehen, um organische Ursachen und ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu können.

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