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Sonnenschutz im Winter

Sonnenschutz im Winter?

Ja – gerade dann! Denn die Kraft der Wintersonne wird oft unterschätzt.

Schon im Herbst hat sich die Haut langsam der Sonne entwöhnt und der natürliche Hautschutz gegen UV-Strahlen hat sich verringert. Zudem ist unsere Haut im Winter ohnehin bereits durch Kälte, Wind und trockene Heizungsluft gestresst. Sobald die Temperaturen auf 8 Grad gesunken sind, reduziert der Körper die hauteigene Talgproduktion und die Schutzschicht der Haut wird brüchig. Dann können die UV-Strahlen der Sonne noch schneller die elastischen Fasern Ihrer Haut angreifen und vorzeitige Hautalterung, Pigmentstörungen oder gar Hautkrebs hervorrufen. Seien Sie sich bewusst, dass auch Sonnenbrand im Winter langfristige Folgen hat. Denn Sonnenschäden verheilen nur oberflächlich, Ihre Hautzellen bleiben hingegen dauerhaft geschädigt.

Besonders im Winterurlaub – beim Skifahren in den Bergen, Snowboarden oder bei einer Schneewanderung durch die schöne Winterlandschaft – ist die Sonnenbrandgefahr besonders hoch:
Denn Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der Sonnenstrahlen und führt so zu einer stärkeren Belastung der Haut. Dies wird aufgrund der dünneren Atmosphäre und der steigenden Intensität der Sonne in den Höhen der Berge noch zusätzlich erschwert. Daher ist eine Sonnencreme beim Winterurlaub und Skifahren ein wichtiger Begleiter!

In der BÄREN-APOTHEKE finden Sie passenden Sonnenschutz und Winter-Hautpflege, die für die ganze Familie geeignet ist!

Kälteurtikaria

Juckende Quaddeln durch Kälte

Vielleicht kennen Sie das: An kalten Wintertagen reagiert die Haut mit extrem juckenden Quaddeln und ist stark gerötet?

Dann gehören Sie zu den rund 75.000 Menschen (laut Prof. Darsow Allergologe München), die in Deutschland unter „Kälte-Urtikaria“ leiden. Was landläufig als „Kälteallergie“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit keine Allergie, sondern eine Nesselsucht.

Schon ein kalter Wind kann die Freisetzung von Histamin im Körper auslösen und zu einem hässlichen und juckenden Ausschlag führen. An der Stelle, an der die Haut mit der Kälte in Berührung kommt, entstehen innerhalb von Minuten Rötungen, Schwellungen und starker Juckreiz. Es fühlt sich an, als wenn man in Brennnesseln gefasst hätte. Die Schwellungen können sich mit der Zeit ausbreiten. Gefährlich ist diese Hautreaktion meistens nicht, nur äußerst unangenehm.

Wird eine große Hautfläche der Kälte ausgesetzt, wird auch eine größere Menge an Histamin freigesetzt. Das passiert zum Beispiel beim Sprung in eiskaltes Wasser. Atemnot, erhöhter Puls, Blutdruckabfall und Kreislaufschock könne als Folge dann sogar zum Tod führen.

Die Ursache, warum es zu einer Kälte-Urtikaria kommt, ist immer noch unklar.
Die gute Nachricht: Die Symptome verschwinden oft genauso schnell, wie sie gekommen sind. Ansonsten ist der Weg zum Arzt unvermeidlich und medikamentöse Therapien werden notwendig. Antihistaminika und Antibiotika versprechen oft Besserung.

Die ärztliche Diagnose ist recht einfach: Mittels Eiswürfel wird getestet, ob es sich um eine Kälteurtikaria handelt. Ein Allergologe legt mehrere Eiswürfel auf den Unterarm und entfernt sie zu unterschiedlichen Zeiten. Durch typische Hautveränderungen kann der Arzt dann eine Urtikaria diagnostizieren.

Was hilft bei einer Kälteurtikaria?

Kälte vermeiden. Ein kaltes Lenkrad kann schon einen Schub auslösen. Ebenso kalte Getränke, Tiefkühlpizza und scharfer kalter Wind können eine Urtikaria hervorrufen.

Nehmen Sie immer Mütze, Schal und Handschuhe mit. Je mehr Haut Sie vor Kälte schützen, desto weniger Auswirkungen kann ein Schub haben.

Nehmen Sie immer eine antiallergische Salbe mit. Diese kann das Schlimmste verhindern.

Springen Sie nicht einfach in kalte Gewässer. Eine Kälteurtikaria kann in Ausnahmefällen zum Tode führen.

Pilze sammeln

Pilzvergiftung – was tun?

Was ist zu tun, wenn Sie sich der Essbarkeit bereits verzehrter Pilze nicht mehr sicher sind oder sich sogar eine Pilzvergiftung mit Symptomen äußert?
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. informiert. https://www.dgfm-ev.de/.

1. Welche Sofortmaßnahmen?
Versuchen Sie nicht erst mal nach der Ursache zu forschen oder zu „behandeln“. Wenden Sie sich an ausgewiesene Fachleute aus Medizin und Mykologie (Pilzkunde).
Arzt oder Giftzentrale kontaktieren!
Nehmen Sie schnell ärztliche Hilfe in Anspruch! Je nach Einschätzung der Situation gehen Sie zum Hausarzt, verständigen Sie eine der Gift-Notruf-Zentralen oder lassen Sie sich zum nächsten Krankenhaus bringen.
Pilzreste sichern!
Lassen Sie alle Reste des Sammelguts, Reste vom Pilzeputzen, Reste der Mahlzeit und eventuell sogar Erbrochenes sicherstellen und zur Untersuchung aufbewahren.
Versuchen Sie sich und andere Beteiligte zu beruhigen und einen bedachten, verantwortungsvollen Weg zur Bereinigung der Situation zu gehen.
Keine Hausmittel!
Es gibt keine vernünftigen Hausmittel bei einer Pilzvergiftung, die ohne ärztlich festgestellte Indikation eingesetzt werden können. Milch trinken ist immer falsch, aber auch Salzwasser trinken, um Erbrechen zu fördern oder Kohletabletten, um Durchfälle zu lindern, können schwere Nachteile mit sich bringen und die Prognose bis hin zum Tod verschlechtern.

2. Welche Ursachen?
Am häufigsten treten Pilzvergiftungen durch zu alte Pilze (aus eigenem Sammelgut, aus Verkauf und aus fremder Verarbeitung) oder durch zu lange bzw. falsch gelagerte Pilze auf (Unterbrechung der Kühlkette, nicht atmende Plastikverpackung, tagelang in Kellern und Kisten usw.).
Der Genuss von rohen oder ungenügend gedünsteten Pilzen gehört ebenso hinzu. Rohe Speisepilze sind im Allgemeinen giftig. Nur Kulturegerling (Zuchtchampignon), Steinpilz und einige wenige andere Arten sind roh genießbar.
Weitere Ursache ist Verzehr von Giftpilzen, die durch Verwechslung, viel häufiger aber durch Unacht-samkeit, in die Mahlzeit gelangen. Oft wissen Sammler nichts von der Existenz selbst tödlich giftiger Arten, wie z. B. bestimmten Schleierlingen, die zudem auch noch ansprechend aussehen.
So kann es auch zu Vergiftungen und allergieähnliche Erkrankungen durch Pilze kommen, deren Inhaltsstoffe und individuelle Wirkungen noch unzureichend bekannt sind.
Gelegentlich kommt es zu allgemeinen Unverträglichkeitsreaktionen auf Pilze. So gibt es eine kleine Minderheit von Mitmenschen, die einige oder gar alle Speisepilze nicht vertragen. Die Pilze sind deswegen weder giftig noch haben diese Menschen einen erkennbaren Defekt. Es ist aber hilfreich zu wissen, dass es so etwas gibt.

3. Wie verhindern?
Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen. Essen Sie keine Pilze, die Sie erstmals bestimmen! Erst wenn Sie sich nach wiederholter Bestimmung der Kenntnis sicher sind, können Sie an die Bratpfanne denken.
Verwenden Sie einen Korb oder andere luftige Gefäße zum Sammeln und lassen Sie zu alte, madige und zu kleine Pilze stehen.
Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften PilzsachverständigenDGfM auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM.
Fragen Sie bei Wildpilzen auf Märkten und in Restaurants im Zweifelsfall, ob die Pilze kontrolliert wurden.
Achten Sie auch bei Zuchtpilzen auf Frische und appetitliches Aussehen – ein Sonderpreis muss kein Schnäppchen sein. Verbraucherschutztafeln helfen Ihnen, die Qualität der wichtigsten Marktpilze zu beurteilen.
Erweitern und sichern Sie Ihre Kenntnisse mit guten Bestimmungsbüchern, durch den Besuch von Pilzberatungsstellen, durch die Mitarbeit in Pilzvereinen bzw. pilzkundliche Arbeitsgemeinschaften oder durch Kurse bei Volkshochschulen und Einrichtungen, die von anerkannten PilzsachverständigenDGfM  geleitet werden. Vertrauen Sie nicht auf selbsternannte „alten Hasen“. Oft haben die bis jetzt nur Glück gehabt.