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Weihnachten - Jahresausklang

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie
fröhliche Weihnachten sowie gute Gesundheit,
viel Erfolg und Glück für das neue Jahr.

Ihr Apotheker Dirk Strothmeyer und das Apothekenteam

Inhalieren ist altbewährt bei einer Erkältung

Inhalieren ist altbewährt bei einer Erkältung!

Wenn uns die Erkältung im Griff hat, die Nase verstopft ist, der Husten plagt und die Schleimhäute gereizt sind, dann sollten wir auf ein bewährtes Hausmittel nicht verzichten: Inhalieren mit Wasserdampf ist nicht nur wohltuend, sondern macht unsere Atemwege frei.
Der heiße Wasserdampf befeuchtet und beruhigt Schleimhäute und lockert zähen Schleim. Durch den weiteren Zusatz ätherischer Öle kann die schleimlösende Wirksamkeit gegenüber Schnupfen und anderen Atemwegsbeschwerden noch weiter verbessert werden.

Beim Wasserbad in der Schüssel wird kochendes Wasser zusammen mit den gewünschten ätherischen Ölen oder frischen Kräutern in eine Schüssel oder Topf gegeben. Der Dampf kann dann eingeatmet werden, indem man den Kopf über das Gefäß hält. Schließlich legt man über Kopf und Behälter ein Handtuch, damit der Wasserdampf nicht entweichen kann.
Die Kehrseite dieser einfachen Methode ist, dass schwere Verbrühungsgefahr besteht, sollte die Schüssel einmal umfallen. Außerdem kann sich der Behälter stark erwärmen und Berührungen können recht schmerzhaft sein. Noch dazu kann der Dampf aus Wasser und ätherischen Ölen unnötig die Augen reizen.

Dampfinhalatoren aus Kunststoff ermöglichen eine sichere Anwendung. Sie überdecken nur Mund und Nase und schützen so gezielt die Augen. Solche Inhalatoren sind besonders wirkungsvoll, da kein Dampf verloren geht und sich die einzelne Nutzungsdauer verlängert, da das heiße Wasser durch die Isolierung langsamer abkühlt.

Vernebler kommen für die Inhalation von festen Bestandteilen – zum Beispiel Salz – zum Einsatz. Sie eignen sich besonders für die Schleimlösung tief in den Bronchien, da der feine Wassernebel tief in die Lungen vordringt.

Geeignete Zusätze für Inhalationsgeräte und Dampfbäder sind:

  • Anis: Das ätherische Öl der reifen Anis-Früchte besteht vorwiegend aus Anethol. Der Wirkstoff löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien.
  • Fenchel ist ideal bei Husten und Bronchitis.
  • Das ätherische Öl des Eukalyptus enthält den Wirkstoff Cineol. Dieser erleichtert das Abhusten und ist entzündungshemmend.
  • Cineol ist auch in Rosmarin, Salbei, Australischem Teebaum und Thymian enthalten.
  • Die ätherischen Öle von Fichtennadel und Latschenkiefer mit dem Wirkstoff Campher lassen Schleimhäute abschwellen und sorgen so für einen Abfluss der Sekrete.
  • Kamille als Tinktur oder als Aufguss hilft bei Schnupfen. Es beruhigt die Schleimhäute und wirkt antibakteriell.
  • Im Pfefferminzöl ist unter anderem Menthol enthalten. Es löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien.
  • Salbei wirkt keimtötend und greift die Schnupfenerreger an.
  • Thymian wirkt schleimlösend, schweißtreibend und antibakteriell.

Bitte beachten! Ätherische Öle sind nicht immer geeignet!
Wer unter Asthma leidet, sollte darauf verzichten, da sie die Atemwege reizen und so einen Asthmaanfall auslösen können. Auch für Säuglinge und Kinder sind die Öle tabu. Menthol und Campher im Mund- und Rachenraum können zu Atemnot bei den Kleinen führen.

Tipps rund ums Inhalieren

  • Nutzen Sie nur wasserdichte und stabile Gefäße.
  • Inhalieren Sie idealerweise 2- bis 4-mal am Tag.
  • Nehmen Sie dazu eine aufrechte Position im Sitzen ein.
  • Inhalieren Sie jeweils für ungefähr 10 Minuten.
  • Atmen Sie durch den Mund ein und durch die Nase wieder aus. So wird der Wirkstoff direkt zu den Bronchien geleitet und nicht erst durch die Nase gefiltert.
  • Nach dem Einatmen den Atem für bis zu 10 Sekunden anhalten, damit die Wirkstoffe ihre heilenden Effekte voll entfalten können. Danach sollte ungefähr eine Minute gewartet werden, bevor eine erneute Inhalation durchgeführt wird.
  • Reinigen Sie das Inhalationsgefäß nach jeder Benutzung gründlich. So vermeiden Sie eine Keimverschleppung/Ansteckung und unnötige hygienische Risiken.
Reizdarmsyndrom

Reizdarm?

Wenn trotz gründlicher ärztlicher Untersuchung keine organischen Ursachen für starke Verdauungsbeschwerden vorliegen, so kann es sich dabei um das Reizdarmsyndrom RDS handeln: eine häufig auftretende Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes. Man schätzt, dass in den Industrieländern etwa 20 % der Bevölkerung mehr oder weniger stark an Reizdarm leiden. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Typische Beschwerden eines Reizdarms sind Bauchschmerzen, Krämpfe im Bauch, Blähungen und Verstopfung und/oder Durchfälle. Stress verstärkt die Symptome zusätzlich. Die Beschwerden verschwinden manchmal nach dem Stuhlgang oder treten vermehrt nach dem Essen auf.

Bei Menschen mit Reizdarm passiert die Nahrung den Verdauungstrakt zu schnell oder zu langsam. Betroffene können daher an Durchfällen (zu schnelle Passagezeit, so dass keine Flüssigkeitswieder-aufnahme stattfinden kann, der Stuhlgang bleibt dünnflüssig) oder Verstopfung (zu langsame Passage) leiden. Oft besteht eine Fehlbesiedlung des Darms (die normalen Darmbakterien, die bei der Verdauung helfen, sind in der Minderheit, schädliche, gasbildende Bakterien gewinnen die Oberhand). So werden dann vermehrt Darmgase gebildet, welche zu Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen führen. Die vor schädlichen Stoffen schützende Darmbarriere ist geschwächt, die Darmwand wird durchlässiger, es findet keine angemessene Entfernung schädlicher Stoffe statt. Stress verstärkt die Beschwerden.

Über die medizinisch-wissenschaftlichen Ursachen des Reizdarmsyndroms gibt es verschiedene Theorien. Als Auslöser des RDS werden unter anderem bakterielle Infektionen des Magen- und Darmtrakts, eine Störung der Immunfunktion im Bereich des Verdauungssystems und eine abnormale Darmperistaltik (Störung der Darmbewegung) angenommen.

Oft kann bereits eine Ernährungsumstellung, das Vermeiden blähender und schwer verdaulicher Speisen die Beschwerden erleichtern.
Naturheilverfahren helfen bei leichten Beschwerden.
Pfefferminzöl in magensäurefester Form, dessen Wirkstoff im Dünndarm freigesetzt wird, wirkt entspannend. Auch Kamille, Lavendelöl, Koriander, Melisse und Kalmus haben einen beruhigenden Einfluss auf Magen und Darm. Die genannten Pflanzen sind in Teezubereitungen und Fertigpräparaten in Ihrer Bären-Apotheke erhältlich.
Natürliche Darmbakterien – probiotische Bakterienpräparate – stellen die Balance im Darm wieder her und haben bereits vielen Betroffenen helfen können. Das Wort „Probiotika“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „für das Leben“. Probiotika sind Zubereitungen aus lebensfähigen Mikroorganismen, die einen positiven Einfluss auf zahlreiche Aspekte unserer Gesundheit haben.

Gerne beraten Sie wir Sie persönlich bei Ihrem nächsten Besuch in der BÄREN-APOTHEKE.

Schnelltest Reizdarm: https://www.onmeda.de

Augentropfen richtig anwenden

Augentropfen richtig anwenden.

Augentropfen müssen richtig angewendet werden, um zu wirken. Doch das ist oft gar nicht so einfach. Mal ist die Tropfenmenge zu groß, mal laufen Teile der Flüssigkeit wieder aus dem Auge.

Bitte beachten Sie grundsätzlich:

Bei der Anwendung von Augentropfen ist Hygiene unverzichtbar. Waschen Sie sich vor dem Einträufeln stets die Hände und achten Sie darauf, dass Sie die Spitze des Fläschchens weder mit dem Finger noch mit dem Auge berühren. Das verhindert, dass Bakterien in die Flüssigkeit gelangen. Deswegen sollten Sie ein Fläschchen mit Augentropfen auch nie gemeinsam mit einer anderen Person verwenden, auch wenn diese die gleichen Tropfen benötigt.

Nach Anbruch des Augentropfenfläschchens sollte es nicht länger als vier bis sechs Wochen angewendet werden. Das können Sie gewährleisten, indem Sie das Fläschchen mit dem Datum beschriften, an dem Sie es geöffnet haben. Achten Sie zudem auf das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum. Manche Betroffene reagieren allergisch auf Konservierungsstoffe in Augentropfen. Sie erhalten die Medikamente dann in Einzeldosenbehältnissen ohne Konservierungsstoffe. Diese dürfen nur ein einziges Mal benutzt werden. Reste sind nicht mehr verwendbar.

Die folgenden praktischen Tipps helfen dabei, Augentropfen richtig anzuwenden:

  1. Waschen Sie Ihre Hände gründlich.
  2. Falls Sie Kontaktlinsen tragen, nehmen Sie diese vor der Anwendung heraus und legen sie frühestens 15 Minuten danach wieder ein.
  3. Nehmen Sie das Augentropfen-Fläschchen als Rechtshänder in die rechte Hand (Linkshänder nehmen die linke Hand).
  4. Einige Augentropfen-Fläschchen müssen vor der Anwendung kräftig geschüttelt werden, lesen Sie dazu die Packungsbeilage.
  5. Neigen Sie den Kopf leicht in den Nacken.
  6. Ziehen Sie das Augenlid mit dem Zeigefinger der freien Hand etwas nach unten bis eine „Unterlidtasche“ entsteht.
  7. Schauen Sie nach oben und richten Sie Ihren Blick auf einen festen Punkt; so können Sie ein Blinzeln des Augenlids unterdrücken.
  8. Halten Sie das Augentropfen-Fläschchen möglichst dicht (aber ohne direkten Kontakt) über das Auge und lassen Sie einen Tropfen in den durch das Herunterziehen des Lids entstandenen Spalt in den Bindehautsack fallen.
  9. Schließen Sie danach für 30 Sekunden die Augen und rollen Sie dabei leicht mit den Augäpfeln. Kneifen Sie die Augen dabei nicht zu und vermeiden Sie zu blinzeln.
  10. Sie können, während die Augen geschlossen sind, auch noch mit dem Zeigefinger auf den Augenwinkel an der Nase drücken; dadurch verzögern Sie, dass die Augentropfen über den Tränen-Nasen-Kanal ablaufen.
  11. Es sollte stets nur ein Tropfen ins Auge getröpfelt werden. Falls mehrere Tropfen angewendet werden sollen, warten Sie einige Minuten bevor Sie einen weiteren Tropfen verabreichen.
  12. Wenn zwei oder mehrere verschiedene Augentropfen anzuwenden sind, sollten die Tropfen in einem zeitlichen Abstand von 10 Minuten eingeträufelt werden.

Alles Gute für Ihre Gesundheit wünscht Ihnen Ihre  BÄREN-APOTHEKE.