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Tipps für heiße Tage

Tipps für heiße Tage!

Wenn die Temperaturen in die Höhe klettern, ist auch unser Körper gefordert. Das gilt nicht nur für ältere oder kranke Menschen. Auch für Gesunde sind andauernde hohe Temperaturen nicht einfach zu verkraften.

Die einen leiden unter starkem Schwitzen, andere klagen über Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Konzentrationsschwäche.

Folgenden Tipps werden Ihnen helfen:

  1. Die richtige Trink-Temperatur:
    Bei eiskalten Getränken rebelliert der Körper: Statt der ersehnten Abkühlung steigt eine Hitzewelle in uns hoch, und wir sind schweißgebadet. Dahinter steckt das Wärmeregulierungssystem des Körpers, das versucht, unsere Körpertemperatur bei 37 Grad konstant zu halten. Zu kalte Getränke oder auch heiße Speisen empfindet der Körper als Temperaturschock. Er steckt spontan viel Energie in die körpereigene Klimaanlage. Das bringt uns kräftig ins Schwitzen. Deswegen sind eher lauwarme Getränke empfehlenswert.

  2. Das Richtige trinken:
    Geeignete Durstlöscher sind neben Wasser auch Kräuter- und Früchtetees, Fruchtschorle oder Buttermilch und Molke. Wer nicht so viel trinken mag, kann auch Melonen oder Salate essen. Sie bestehen zu 95 Prozent aus Wasser.

  3. Wenig Koffein:
    Wer denkt, dass eine Extraportion Koffein den Kreislauf in Schwung bringen könnte und deshalb besonders viel Kaffee oder Cola getrunken werden sollte, der irrt. Das gibt lediglich einen vorübergehenden Energiestoß, danach sackt der Kreislauf sogar noch weiter ab als vorher. So wird der Körper in der Hitze nur zusätzlich belastet. Deshalb sind koffeinhaltige Getränke in der Hitze nicht empfehlenswert. Das gilt sogar für Eiskaffee.

  4. Wenig Alkohol:
    Weniger ist mehr! Diese grundsätzliche Empfehlung gilt erst recht bei Hitze. Alkohol steigt bei hohen Temperaturen nicht nur viel schneller zu Kopf, sondern belastet auch den Kreislauf und veranlasst die Nieren zu verstärkter Wasserausscheidung.

  5. Gutes Essen:
    Grillen im Sommer mit Vorsicht genießen! Wenn wir zu schwere und fettige Sachen essen, ist das eine hohe Anstrengung für den Organismus. Wer Abkühlung braucht, sollte zu leicht gekühlten Suppen wie Gazpacho greifen. In mediterranen Regionen ist diese Gemüsesuppe sehr bewährt und gleich vielfach gegen Sommerprobleme wirksam: Sie ersetzt Salze, Vitamine und Mineralstoffe, die dem Körper beim Schwitzen verloren gehen.

  6. Leichte Kohlenhydrate vorziehen:
    Die Portionen sollten jetzt kleiner sein, damit die Verdauungsorgane weniger Energie brauchen. Für den Organismus ist es besser, mehrmals am Tag kleine Portionen zu essen, statt dreimal größere Mengen. Um den Kreislauf möglichst wenig zu belasten, stehen am besten leichte Kohlenhydrate auf dem Speiseplan: Pasta, Reissalat, Salate, Obst, Käse, Fisch, mageres Fleisch.

  7. Richtige Kleidung:
    Je enger Hosen, Röcke und Oberteile sind, umso stärker kann sich die Hitze darunter stauen und umso mehr müssen wir leiden. Also lieber lässig weite Teile anziehen, am besten aus Baumwolle, Leinen oder Seide.

  8. Auf Kopfbedeckung achten:
    Vor allem Kinder sollten nicht ohne Kopfbedeckung an die Sonne gehen. Das gilt auch für Menschen mit kurzen Haaren oder Glatze. Ein Hut schützt vor Sonnenbrand und Sonnenstich – darunter bleibt der Kopf immer etwas kühler und überhitzt nicht so schnell. Die Kopfbedeckung sollte lieber hell als dunkel sein, damit es darunter nicht zu heiß wird.

  9. Sport?
    Durch zu hohe Anstrengung bei Hitze wird die Körpertemperatur noch weiter nach oben getrieben und der Körper verbraucht noch mehr Wasser. Bei z.B. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann es dann zu einer Überbelastung mit Schwächesymptomen kommen. In der Mittagshitze sollte deshalb weitgehend auf sehr anstrengende sportliche Tätigkeiten verzichtet werden. Morgens und abends sind moderate Sportarten, wie Schwimmen, Yoga und Walking in Ordnung.

  10. Temperatur im Auto:
    Autofahren ist bei Hitze besonders unangenehm, weil sich der Wagen stark aufheizt. Die Klimaanlage verschafft Linderung, allerdings sollte sie nicht zu kühl eingestellt sein. Das belastet den Kreislauf. Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sollte nicht mehr als sechs Grad Celsius betragen. Menschen mit Kreislaufproblemen könnten beim Aussteigen sonst einen Kollaps erleiden.

  11. Frischluft:
    Wenn Sie nasse Bettlaken und Handtücher im Schlafzimmer aufhängen, dann entsteht durch die Verdunstung Kühle, die Raumtemperatur sinkt um mehrere Grad, und die Wahrscheinlichkeit einer ruhigen Nacht steigt. Der Ventilator verspricht eine erfrischende Brise, und wenn der nicht zu Hand ist hilft ein Fächer.

Gute Reise

Gute Reise – auch mit Kindern.

Die Deutschen sind ausgesprochen reisefreudig. Auch Eltern zieht es zusammen mit ihren Sprösslingen in die Ferne. Bei guter Planung sind auch Fernreisen mit Kindern problemlos möglich. Die Pharmazeutische Zeitung informiert zum Thema in der Ausgabe 21/2018:

Sicherer Transport im Flieger:

Auch bei kürzeren Aufenthalten muss für den sicheren Transport des  Kindes gesorgt  werden. Babykörbchen können bei den Fluggesellschaften bestellt werden, stehen aber nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Größere Kinder sitzen im Flugzeug normalerweise auf dem Schoß eines Elternteils, gesichert mit einem sogenannten Loopbelt.  Dieser gilt jedoch  als unsicher. Höhere Sicherheit bieten z.B. das Cares-Kinderrückhaltesystem oder der Autositz – den man im Reiseland womöglich ohnehin für Fahrten im Leihwagen, Taxi oder in öffentlichen Verkehrsmitteln benötigt.

Pausen berücksichtigen:

Im Vergleich  zu Erwachsenen haben  Kinder ein höheres  Schlaf- und Ruhebedürfnis: Bei Zweijährigen beträgt das Schlafbedürfnis 13 plus/minus 3 Stunden und bei Zehnjährigen immerhin noch 10 plus/minus 2 Stunden.

Hoher Bewegungsdrang:

Klären Sie bereits vor der Reise die Fragen: „Wie beschäftige ich mein Kind? Wie mache ich die Umgebung vor Ort sicher?“ sollten sich Eltern daher bereits vor der Reise stellen. So haben Kinder ein anderes Risikoverhalten. Das gilt auch speziell für das oftmals hemmungslose Zugehen auf Tiere.

So wird für bestimmte Länder zur Tollwutprophylaxe geraten. Auch die meisten anderen Reiseimpfungen sind bei Kindern ab einem Jahr einsetzbar.

Durchfallerkrankungen treten auf Reisen häufig auf:

Bei den Reiseinfektionen steht der Durchfall an erster Stelle, gefolgt von Hauterkrankungen und Fieber. Atemwegserkrankungen sind seltener. Die Häufigkeiten unterscheiden sich je nach Alter: Bei Kindern unter einem Jahr bis Fünfjährigen steht der Durchfall im Vordergrund, bei Sieben- bis Elfjährigen eher Hauterkrankungen und bei Jugendlichen dann fieberhafte Erkrankungen.

Für Kinder  mit  Durchfall  werden heute keine speziellen  Diäten oder  Nahrungspausen mehr empfohlen. Es ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und bei Fieber, blutigen Stühlen oder schweren Verläufen ist ärztlicher Rat nötig.

Sonnenschutz:

Eine Selbstverständlichkeit bei Reisen in heiße Länder ist der passende Sonnenschutz. Kinder haben weniger Melanin, eine dünnere Hornschicht und eine größere Körperoberfläche. Oft sorgt der Bewegungsdrang dafür, dass sie sich nicht nur im Schatten aufhalten und viel im Wasser sind, deswegen sind eine wasserfeste Sonnencreme sowie regelmäßiges Nachcremen Pflicht. Als Grund­regel für die Vermeidung von Sonnenbrand gelte nach wie vor, zumindest die Mittagssonne zu meiden: „Von elf bis drei sonnenfrei.“

 

Blutdruck messen

Blutdruck richtig messen!

Fast jeder Dritte ist in Deutschland von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) betroffen. Bluthochdruck ist gut behandelbar. Unbehandelt kann er zu schweren Folgeerkrankungen führen. Denn er ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist damit für viele Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Um diesen Gefahren vorzubeugen, sollten Betroffene den erhöhten Blutdruck ernst nehmen.

Meist entwickelt sich Bluthochdruck im Verborgenen, ohne dass die Betroffenen es merken. Darum ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig beim Arzt kontrollieren zu lassen. Wer an Bluthochdruck erkrankt ist, sollte den Blutdruck auch zu Hause kontrollieren.

Blutdruckwerte:

Bei der Blutdruckmessung werden immer zwei Werte angegeben, zum Beispiel 120 zu 80. Die Einheit ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Der höhere, zuerst genannte Wert ist der sogenannte systolische Blutdruck. Er wird gemessen, während das Herz Blut in die Schlagadern drückt. Der niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck, wenn sich die Herzkammern entspannen und füllen.

Bluthochdruck liegt vor, wenn wiederholt Blutdruckwerte von 140/90 mm Hg oder höher durch einen Arzt zu mindestens zwei verschiedenen Zeitpunkten gemessen werden (sogenannte „Praxismessung“). Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Die von Ihnen zu Hause gemessenen Blutdruckwerte sollten unter 135/85 mm Hg liegen.

Bitte beachten Sie bei der Messung folgende Regeln:

  • Immer zur gleichen Zeit morgens und abends messen. Morgens vor der Einnahme blutdrucksenkender Mittel messen, damit auch der Blutdruck in den frühen Morgenstunden erfasst wird.
  • Vor der Messung fünf Minuten zur Ruhe kommen. Körperliche Aktivitäten vor der Messung vermeiden, ansonsten die Entspannungsphase verlängern.
  • Falls möglich, entspannt auf einem Stuhl sitzend an die Stuhllehne angelehnt messen. Den zu messenden Arm auf den Tisch legen. Die Füße nebeneinander aufstellen. Dadurch vermeiden Sie die Anspannung Ihrer Muskulatur. Beim Messen nicht bewegen, nicht reden oder durch Musik bzw. Nachrichten ablenken lassen.
  • Die Blutdruckmanschette muss sich auf Herzhöhe befinden. Darauf sollte vor allem bei Handgelenksgeräten geachtet werden. Die Manschette der Oberarmgeräte liegt in der Regel bereits automatisch auf Herzhöhe, wenn der Unterarm auch auf dem Tisch abgelegt ist.
  • Die Messergebnisse sollten mit Datum und Uhrzeit im Blutdruckpass dokumentiert werden, falls kein digitaler Datenspeicher vorhanden ist. Das stellt sicher, dass der Arzt sich schnell einen Überblick über Ihre Werte machen kann.
  • Anfänglich sollte Ihr Blutdruck an beiden Armen gemessen werden. Das sollte Ihr behandelnder Arzt machen. Differenzen bis 10 mmHg sind bedeutungslos. Größere Abweichungen können zahlreiche verschiedene Ursachen haben, die vom Arzt abzuklären sind. Der Blutdruck ist danach immer an dem anfänglich bestimmten Arm (im Zweifelsfall immer die Seite, an der höhere Werte gemessen wurden) zu messen.

Quelle und weitere Informationen hier: https://www.hochdruckliga.de