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Hände gründlich waschen

Händewaschen schützt vor Infektionen!

Viele Infektionskrankheiten – z.B. Erkältungen, Grippe oder Magen-Darm-Infektionen – werden über die Hände übertragen. Das Händewaschen ist eine einfache und wirksame Maßnahme, die vor einer Ansteckung schützen kann.

Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Immer nach…

  • dem nach Hause kommen
  • dem Besuch der Toilette
  • dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben
  • dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • dem Kontakt mit Abfällen
  • dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall

Immer vor…

  • den Mahlzeiten
  • dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika

Immer vor und nach…

  • der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben
  • dem Kontakt mit Kranken
  • der Behandlung von Wunden

Schmutz und auch Krankheitskeime abwaschen – das klingt einfach. Richtiges Händewaschen erfordert aber ein sorgfältiges Vorgehen. Häufig werden die Hände beispielsweise nicht ausreichend lange eingeseift und insbesondere Handrücken, Daumen und Fingerspitzen vernachlässigt.

Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

  1. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.
  2. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Inhalieren ist altbewährt bei einer Erkältung

Inhalieren ist altbewährt bei einer Erkältung!

Wenn uns die Erkältung im Griff hat, die Nase verstopft ist, der Husten plagt und die Schleimhäute gereizt sind, dann sollten wir auf ein bewährtes Hausmittel nicht verzichten: Inhalieren mit Wasserdampf ist nicht nur wohltuend, sondern macht unsere Atemwege frei.
Der heiße Wasserdampf befeuchtet und beruhigt Schleimhäute und lockert zähen Schleim. Durch den weiteren Zusatz ätherischer Öle kann die schleimlösende Wirksamkeit gegenüber Schnupfen und anderen Atemwegsbeschwerden noch weiter verbessert werden.

Beim Wasserbad in der Schüssel wird kochendes Wasser zusammen mit den gewünschten ätherischen Ölen oder frischen Kräutern in eine Schüssel oder Topf gegeben. Der Dampf kann dann eingeatmet werden, indem man den Kopf über das Gefäß hält. Schließlich legt man über Kopf und Behälter ein Handtuch, damit der Wasserdampf nicht entweichen kann.
Die Kehrseite dieser einfachen Methode ist, dass schwere Verbrühungsgefahr besteht, sollte die Schüssel einmal umfallen. Außerdem kann sich der Behälter stark erwärmen und Berührungen können recht schmerzhaft sein. Noch dazu kann der Dampf aus Wasser und ätherischen Ölen unnötig die Augen reizen.

Dampfinhalatoren aus Kunststoff ermöglichen eine sichere Anwendung. Sie überdecken nur Mund und Nase und schützen so gezielt die Augen. Solche Inhalatoren sind besonders wirkungsvoll, da kein Dampf verloren geht und sich die einzelne Nutzungsdauer verlängert, da das heiße Wasser durch die Isolierung langsamer abkühlt.

Vernebler kommen für die Inhalation von festen Bestandteilen – zum Beispiel Salz – zum Einsatz. Sie eignen sich besonders für die Schleimlösung tief in den Bronchien, da der feine Wassernebel tief in die Lungen vordringt.

Geeignete Zusätze für Inhalationsgeräte und Dampfbäder sind:

  • Anis: Das ätherische Öl der reifen Anis-Früchte besteht vorwiegend aus Anethol. Der Wirkstoff löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien.
  • Fenchel ist ideal bei Husten und Bronchitis.
  • Das ätherische Öl des Eukalyptus enthält den Wirkstoff Cineol. Dieser erleichtert das Abhusten und ist entzündungshemmend.
  • Cineol ist auch in Rosmarin, Salbei, Australischem Teebaum und Thymian enthalten.
  • Die ätherischen Öle von Fichtennadel und Latschenkiefer mit dem Wirkstoff Campher lassen Schleimhäute abschwellen und sorgen so für einen Abfluss der Sekrete.
  • Kamille als Tinktur oder als Aufguss hilft bei Schnupfen. Es beruhigt die Schleimhäute und wirkt antibakteriell.
  • Im Pfefferminzöl ist unter anderem Menthol enthalten. Es löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien.
  • Salbei wirkt keimtötend und greift die Schnupfenerreger an.
  • Thymian wirkt schleimlösend, schweißtreibend und antibakteriell.

Bitte beachten! Ätherische Öle sind nicht immer geeignet!
Wer unter Asthma leidet, sollte darauf verzichten, da sie die Atemwege reizen und so einen Asthmaanfall auslösen können. Auch für Säuglinge und Kinder sind die Öle tabu. Menthol und Campher im Mund- und Rachenraum können zu Atemnot bei den Kleinen führen.

Tipps rund ums Inhalieren

  • Nutzen Sie nur wasserdichte und stabile Gefäße.
  • Inhalieren Sie idealerweise 2- bis 4-mal am Tag.
  • Nehmen Sie dazu eine aufrechte Position im Sitzen ein.
  • Inhalieren Sie jeweils für ungefähr 10 Minuten.
  • Atmen Sie durch den Mund ein und durch die Nase wieder aus. So wird der Wirkstoff direkt zu den Bronchien geleitet und nicht erst durch die Nase gefiltert.
  • Nach dem Einatmen den Atem für bis zu 10 Sekunden anhalten, damit die Wirkstoffe ihre heilenden Effekte voll entfalten können. Danach sollte ungefähr eine Minute gewartet werden, bevor eine erneute Inhalation durchgeführt wird.
  • Reinigen Sie das Inhalationsgefäß nach jeder Benutzung gründlich. So vermeiden Sie eine Keimverschleppung/Ansteckung und unnötige hygienische Risiken.
Reizdarmsyndrom

Reizdarm?

Wenn trotz gründlicher ärztlicher Untersuchung keine organischen Ursachen für starke Verdauungsbeschwerden vorliegen, so kann es sich dabei um das Reizdarmsyndrom RDS handeln: eine häufig auftretende Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes. Man schätzt, dass in den Industrieländern etwa 20 % der Bevölkerung mehr oder weniger stark an Reizdarm leiden. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Typische Beschwerden eines Reizdarms sind Bauchschmerzen, Krämpfe im Bauch, Blähungen und Verstopfung und/oder Durchfälle. Stress verstärkt die Symptome zusätzlich. Die Beschwerden verschwinden manchmal nach dem Stuhlgang oder treten vermehrt nach dem Essen auf.

Bei Menschen mit Reizdarm passiert die Nahrung den Verdauungstrakt zu schnell oder zu langsam. Betroffene können daher an Durchfällen (zu schnelle Passagezeit, so dass keine Flüssigkeitswieder-aufnahme stattfinden kann, der Stuhlgang bleibt dünnflüssig) oder Verstopfung (zu langsame Passage) leiden. Oft besteht eine Fehlbesiedlung des Darms (die normalen Darmbakterien, die bei der Verdauung helfen, sind in der Minderheit, schädliche, gasbildende Bakterien gewinnen die Oberhand). So werden dann vermehrt Darmgase gebildet, welche zu Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen führen. Die vor schädlichen Stoffen schützende Darmbarriere ist geschwächt, die Darmwand wird durchlässiger, es findet keine angemessene Entfernung schädlicher Stoffe statt. Stress verstärkt die Beschwerden.

Über die medizinisch-wissenschaftlichen Ursachen des Reizdarmsyndroms gibt es verschiedene Theorien. Als Auslöser des RDS werden unter anderem bakterielle Infektionen des Magen- und Darmtrakts, eine Störung der Immunfunktion im Bereich des Verdauungssystems und eine abnormale Darmperistaltik (Störung der Darmbewegung) angenommen.

Oft kann bereits eine Ernährungsumstellung, das Vermeiden blähender und schwer verdaulicher Speisen die Beschwerden erleichtern.
Naturheilverfahren helfen bei leichten Beschwerden.
Pfefferminzöl in magensäurefester Form, dessen Wirkstoff im Dünndarm freigesetzt wird, wirkt entspannend. Auch Kamille, Lavendelöl, Koriander, Melisse und Kalmus haben einen beruhigenden Einfluss auf Magen und Darm. Die genannten Pflanzen sind in Teezubereitungen und Fertigpräparaten in Ihrer Bären-Apotheke erhältlich.
Natürliche Darmbakterien – probiotische Bakterienpräparate – stellen die Balance im Darm wieder her und haben bereits vielen Betroffenen helfen können. Das Wort „Probiotika“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „für das Leben“. Probiotika sind Zubereitungen aus lebensfähigen Mikroorganismen, die einen positiven Einfluss auf zahlreiche Aspekte unserer Gesundheit haben.

Gerne beraten Sie wir Sie persönlich bei Ihrem nächsten Besuch in der BÄREN-APOTHEKE.

Schnelltest Reizdarm: https://www.onmeda.de